Die steifen Strukturen der Karosserie des Smart schützen zwar einerseits, führen aber auch zu hohen Belastungen im Beinbereich für den Fahrer und beim Brustkorb für den Beifahrer. Trotz der Polster am Aluminiumgussträger, der im Beinbereich quer durch das Fahrzeug läuft, werden Oberschenkel und Schienbeine des Fahrers durch den Aufprall stark belastet. Problem des Leichtgewichts: der Rebound, d. h. das Zurückschleudern beim Frontalcrash.
Das Ergebnis des Seitencrashs war gut; allerdings laufen groß gewachsene Insassen Gefahr, mit dem Kopf auf die Schiene oberhalb der Tür zu prallen, was im Test aber nicht der Fall war. Einziger Punktabzug: die wandernde Armlehne, die den Unterleib gefährdete.
Ein Kindersitz kann nur auf dem Beifahrersitz installiert werden. Nur der Smart-Kindersitz deaktiviert automatisch den Airbag, bei Kindersitzen anderer Hersteller besteht daher Lebensgefahr für den kleinen Passagier im Falle eines Crashs. Die daher notwendigen Warnaufkleber sind aber unzureichend. Ein Kinderdummy wurde in dem Zweisitzer nicht getestet, da das Euro-NCAP die Unterbringung von Kindersitzen auf den Vordersitzen für nicht sinnvoll erachtet.
Trotz seiner steifen Struktur behandelte der Smart Fußgänger auch nicht schlechter als der Durchschnitt in dieser Klasse.
Fazit: Gute Struktur, aber gewichtsspezifische Rebound-Probleme. 22 Punkte (Front 7, Seite 15)*.