Auch der Ford Mondeo gehört zu den Frischlingen am Markt. Entsprechend hoch liegt die Messlatte – Käufer dürfen eine sorgfältige Konstruktion erwarten. Dies ist bei der Kölner Mittelklasse jedoch nicht der Fall. Die Crashtest verliefen aus Sicht des Herstellers so unglücklich, dass man diverse Modifikationen einbrachte und einen verbesserten Prototypen zum Nach-Test schickte.

Die hier dargestellten Ergebnisse der bislang verkauften Serienversion zeigen, wo die Probleme des Kölners liegen. So fiel der Mondeo durch sehr instabile Karosseriestrukturen und mangelnde Effizienz der Rückhaltesysteme auf. Zusätzlich schlagen Kopf und Brust des Fahrers aufs Lenkrad auf. Die Brustbelastungen liegen, wie auf unseren Dummies markiert, deutlich im kritischen Bereich und überdurchschnittlich hoch in Relation zum sonstigen Testfeld. So erreichte der Mondeo lediglich neun von 18 Punkten im Frontalcrash.

Im Gegensatz dazu ist der Ford beim Seitencrash ein Musterknabe und schützt seine Passagiere mit stabiler Fahrgastzelle und perfekt arbeitenden Airbags. Lohn der Konstruktionsmühe: Volle 18 Punkte.

Wie bei anderen Autos dieser Klasse wird auch beim Mondeo die Sicherheit von Fußgängern sehr klein geschrieben. Lediglich zwei von fünf Sternen gegenüber dem Vorgänger erzielte das Auto dabei.

Im Endergebnis sieht der Mondeo mit vier Sternen und 27 Punkten zwar nicht so schlecht aus und übertrumpft etwa den 3er-BMW, aber dies verdankt er dem guten Seitencrash. Im wichtigen Frontchrash fällt der Kölner deutlich ab.

 

 

 


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